Projekt "Kübel"
Mobile Jugendarbeit Leipzig e.V.

Presse 2003

Leipziger Volkszeitung, 13./ 14.12.2003

Streetworker laden zu außergewöhnlicher Party mit Parcours der Sinne

Im Abriss-Hochhaus fliegen die Farbeimer

Von wegen trister Plattenbau: Am morgigen Sonntag geht im Grünauer Hochhaus Lindennaundorfer Weg 18 anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Vereins Mobile Jugendarbeit Leipzig so richtig die Post ab. "Wir laden vor allem Jugendliche, aber auch Erwachsene ein, uns und unsere Arbeit kennen zu lernen", wirbt Jan Kaefer, einer der Sozialpädagogen des Vereins. "Außerdem werden sich andere Vereine und Organisationen aus Grünau vorstellen." Neben dem Kindernotdienst und der Caritas Grünau sind auch das Max-Klinger-Gymnasium und der Hockeyclub Grünau-Lindenau vertreten. Los geht's um 14 Uhr mit einer Aufführung der "Cheeky Lionettes", der Cheerleader-Gruppe der Leipzig Lions im Eingangsbereich des zum Abriss vorgesehenen Hauses. Während um 15 Uhr im Küken-Café die offizielle Begrüßung stattfindet, ist der allgemeine Partystart für 16 Uhr geplant. Auf zwei Etagen stehen während des gesamten Nachmittags für Horror-Fans ein Gruselkabinett, für Computer-Freaks eine LAN-Party und für Ausprobierer der Parcours der Sinne auf dem Programm. Jeweils zur vollen Stunde sorgen Live-Bands und DJs im Musik-Wohnzimmer für die richtige Stimmung. Um 19.30 Uhr zeigt die "Farbmatsch-Combo" im 14. Stockwerk eine Performance mit fliegenden Farbeimern. "Außerdem wird unser Buch ‚In der Rolle der omnipotenten Alleskönner' vorgestellt", sagt Jan Kaefer. "Darauf sind wir besonders stolz." Inhalt sind Erfahrungen, die Streetworker der Mobilen Jugendarbeit Leipzig über die Jahre bei ihrer Arbeit gesammelt haben. "Wir haben zu etwa 300 Jugendlichen in Grünau Kontakt", beschreibt der 31-Jährige diese Arbeit. In zwei Teams werden Treffpunkte regelmäßig besucht. "Die Mitarbeiter helfen den Jugendlichen bei Bewerbungen und geben Tipps für eine sinnvolle Freizeitgestaltung", so Kaefer. Manchmal schafften sie es, die Jungen oder Mädchen von der Straße zu holen, manchmal nicht. "Man darf da nicht zu viel erwarten", warnt der Sozialpädagoge. "Bei uns sind es vor allem die kleinen Erfolge, die zählen."

Linda Polenz Bitte wenden...

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